Blick ins Langquaider Storchennest



Jedes Jahr brüten in Langquaid Störche. Aus dem warmen Süden kommend, bezieht das Storchenpärchen immer wieder das Nest auf dem Hotel zur Post direkt am Marktplatz.



Das Live-Bild der Storchen-Webcam wird in Sekunden aktualisiert.

  

Die Storcheneltern haben kräftig zu tun, denn drei Jungvögel benötigen täglich etwa 4 kg Nahrung. Während einer Brutsaison sind dies für drei Jungvögel fast 5 Zentner. Als Allesfresser ist der Weißstorch daher nicht wählerisch. Neben den bekannten Fröschen, frisst er auch Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und deren Larven und Regenwürmer. Auch Kleinsäuger wie Mäuse und Maulwürfe oder sogar Aas stehen daher auf der Speisekarte. Für die Jungtiere sind anfangs insbesondere viele kleine Nahrungstiere notwendig.

Seine Beute sucht der Weißstorch bevorzugt auf feuchten sumpfigen Wiesen, in Flussniederungen sowie an Teichen und Tümpeln. Besonders wichtig sind episodisch überschwemmte Wiesen, die nur extensiv genutzt werden. Gerne folgen Störche auch einem Traktor oder einer Mähmaschine um eventuell aufgescheuchte Tiere zu erbeuten.

Im Tal der großen Laaber ist der Tisch für die Langquaider Störche reichlich gedeckt. Dazu trägt auch das Labertalprojekt im Rahmen von BayernNetz Natur bei, in dessen Rahmen es gelang eine einzigartige Kooperation zwischen Wasserwirtschaft, Naturschutz und Landwirtschaft, um gewässerökologische und naturschutzfachliche Planungen umzusetzen. Als Ergebnis entsteht eine neue, in die Kulturlandschaft integrierte, intakte Flusslandschaft.

Mit einer Webcam, die die Bilder auf einen Bildschirm im Innenhof des Hauses der Begegnung und auch ins Internet (das Bild wird automatisch alle 4 Sekunden aktualisiert - sollten Sie kein Bild sehen, aktualisieren Sie die Ansicht in Ihrem Browser mit F5) überträgt, können die Langquaider Störche bei Fütterung, Brutpflege und Aufzucht der Jungen beobachtet werden.

Von jeher und bei nahezu allen Völkern galt der Storch als Glücksbringer, sein Horsten auf Tempeln und Heiligtümern, ja auf den Wohngebäuden der Menschen und auf Stall und Stadel der Anwesen war sehr erwünscht und wurde stark gefördert, denn Haus und Hof wurden durch seine Anwesenheit vor Feuer und Blitz geschützt. In manchen Orten war es lange Zeit Brauch, dass der Türmer im Frühjahr die Ankunft der Störche mit einem besonderen Hornsignal anzeigen musste.