09452 912-0 rathaus@langquaid.de

Auf Basis der „Qualitätsrichtlinien der Mehrgenerationenhäuser für ihre Arbeit“ überprüfte das Mehrgenerationenhaus Langquaid in einem sogenannten Review-Treffen auch zum Jahreswechsel wieder die geleistete Arbeit und setzte die Segel für einen weiter so erfolgreichen Kurs im neuen Jahr. Die Reviews seien ebenso verpflichtend im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus „Miteinander – Füreinander“ wie regelmäßige Dokumentation und jährliche Sachberichte. Sie seien Grundvoraussetzung für eine Weiterförderung, erläuterte MGH und Soziale Stadt-Projektmanagerin Brigitte Kempny-Graf. Seit Aufnahme ins Programm 2008 habe man dies stets problemlos erfüllt.
Für das aktuelle Review arbeiteten Bürgermeister Herbert Blascheck, Sozialreferentin Margret Wermuth gemeinsam mit Kornelia Wedel und Veronika Wedel-Oberndorfer für die langjährigen Kooperationspartner Wedel Service Wohnen und Ambulanter Krankenpflegedienst Wedel sowie mit dem Team Mehrgenerationenhaus-Soziale Stadt Brigitte Kempny-Graf, Melanie Hase und Andrea Meyer den vorgegebenen Kriterienkatalog in einem Präsenz-Workshop gemeinsam durch.
Zunächst hatte Kempny-Graf in zu den aktuellen Angeboten, Herausforderungen und Themenstellungen berichtet. Ein Problem seien möglicherweise zu erwartenden Förder-Kürzungen. Hier sprach sie den Abgeordneten Petra Högl, MdL, Florian Oßner, MdB und Nicole Bauer, MdB großen Dank für ihre kontinuierliche Unterstützung der MGH bei der Forderung nach Rücknahme der Kürzungen aus, ebenso dem Landesnetzwerk für die vielfältigen Aktivitäten.
Noch immer wirke auch die Pandemie in gewissen Bereichen nach, zum Beispiel bei der Gewinnung neuer ehrenamtlich Aktiver oder bei einigen generationenübergreifenden Angeboten. Man habe aber auch viele Online-, Telefon- oder Hybrid-Angebote entwickeln, weiter an Flexibilität und Bandbreite gewinnen und so manch neue Zielgruppen ansprechen können, führte sie aus. Auch neue generationenübergreifende Präsenz-Angebote wie „Ich zeig dir meinen Lieblingsplatz“ kämen hervorragend an. Sehr erfreulich seien ebenso die vielen „kleinen“ intergenerativen Aktionen mit Kooperationspartnern wie z.B. dem Waldkindergarten, der Marktbücherei oder der Franziska-Obermayr- Schule, ebenso das enorme Engagement der Nachbarschaftshilfe, deren Koordinatorin Melanie Hase zahlreiche Einsatzbeispiele gab. Ebenso erfreuten sich die „Schulungsangebote für Ältere im Umgang mit den digitalen Medien“ einer hervorragenden Resonanz. Zum 30.6.23 sei zwar die bisherige MuT-Förderung durch das Bayerische Familienministerium entfallen, aber durch die sehr gute Kooperation mit dem Landratsamt Kelheim und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Kelheim könne dies teils kompensiert werden. Überhaupt sei diese Zusammenarbeit ganz hervorragend und habe viele qualitativ hochwertigen Angebote ermöglicht, wie zum Beispiel die Veranstaltung „Wohnraumanpassung“ mit dem Landratsamt oder die zahlreichen Gesundheitsvorträge mit dem AELF. Bester Resonanz erfreuen sich auch Angebote der Agentur für Arbeit wie die monatlichen Sprechstunden zur beruflichen Entwicklung oder die Angebote für Junge Familien wie der 14tägliche Babytreff.
Für die Zukunft wurde gemeinsam beschlossen, neben den genannten Angeboten insbesondere im Bereich „Digitale Teilhabe für Ältere“ weitere zu schaffen und insgesamt das Thema Digitalisierung weiter voran zu bringen. Durch Veranstaltungen und persönliche Ansprache sollen auch weitere Ehrenamtliche gewonnen sowie Firmenspenden eingeworben werden.
Bürgermeister Herbert Blascheck dankte abschließend der Review-Runde sowie allen am Programm MGH Beteiligten, insbesondere auch allen Ehrenamtlich Aktiven sowie den Kooperationspartnern für die hervorragende konstruktive Arbeit. Diese sei ein sehr wertvoller Beitrag, das Miteinander in der ganzen Region zu stärken in diesen schwierigen Zeiten, so der Bürgermeister.

 

Click to listen highlighted text!