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Für vorbildliche Projekte der Ländlichen Entwicklung hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in der Münchner Residenz neun Staatspreise für herausragende Projekte vergeben. Mit einem davon wurde auch das Labertalprojekt, bei dem der Markt Langquaid, die Gemeinde Herrngiersdorf, der Markt Rohr und die Stadt Rottenburg als Projektträger sehr erfolgreich kooperieren, ausgezeichnet – und zwar in der Kategorie „Stärkung der biologischen Vielfalt“. Das Labertalprojekt ist ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige Symbiose von Mensch und Natur, denn das Tal der Großen Laber gilt als eine bayernweit bedeutsame Feuchtgebietsachse von sehr hohem ökologischem Wert, der jedoch zunehmend unter der Nutzungsintensivierung litt. Mit dem Bodenmanagement der Ländlichen Entwicklung gelang es, auf 1.155 ha ein Entwicklungskonzept umzusetzen, welches langfristige Zielvorstellungen der Wasserwirtschaft, des Arten- und Biotopschutzes, des Klimaschutzes, der Landwirtschaft und der Erholung vereint. Eine Besonderheit ist die integrative projektbegleitende Planung, in welche die Vertreter aller Nutzungsinteressen einbezogen sind. Den Schlüssel zum Erfolg brachte hier das Bodenmanagement der Ländlichen Entwicklung: In vier räumlich aneinander gereihten Flurneuordnungsverfahren konnten alle Nutzungs- und Schutzinteressen im Labertal erfolgreich zusammengeführt werden.

Zur Preisverleihung waren die Bürgermeister Herbert Blascheck, Ida Hirthammer, Birgit Steinsdorfer und Alfred Holzner mit einer vom Amt für Ländliche Entwicklung zusammengestellten Delegation nach München gereist, um diese hohe Auszeichnung für das Labertal entgegenzunehmen. In ihrer Laudatio zur Verleihung des Staatspreises stellte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber heraus, dass alle prämierten Projekte eindrucksvoll zeigen, was zum Wohle des ländlichen Raums und seiner Menschen erreicht werden kann, wenn alle Beteiligten gemeinsamen anpacken. Mit vorbildhaftem Engagement und unglaublichem Ideenreichtum gestalten Sie erfolgreich die Zukunft und tragen so maßgeblich dazu bei, dass Ihre Regionen auch künftig lebenswert bleiben, sagte Kaniber.

Roland Spiller, Leiter des Referats „Ländliche Entwicklung“ im Landwirtschaftsministerium, stellte die neun Preisträger vor, die dann auch in einem kurzen Filmbeitrag präsentiert wurden, ehe sie dann aus den Händen der Staatsministerin die Urkunde zum Staatspreis erhielten. Bürgermeister Herbert Blascheck, der im Rahmen des Festakts in der Allerheiligen-Hofkirche für alle neun Preisträger aus ganz Bayern sprach, machte deutlich, dass Heimat etwas ganz Besonderes, etwas sehr Wertvolles ist und uns unsere Heimat anvertraut wurde, um sie zu erhalten, zu gestalten und auch, um sie fit für die Zukunft zu machen. Wie wichtig das ist und wie erfolgreich das gelingt, das werde mit der Verleihung des Bayerischen Staatspreises in einer beeindruckenden Art und Weise deutlich. Die ausgezeichneten Projekte zeigten nämlich, was mit Ideenreichtum und Weitsicht möglich ist, um das historisch gewachsene behutsam zu bewahren, Umwelt und Natur wertzuschätzen und gleichzeitig auch die Entwicklung erfolgreich voranzubringen. Damit das gelingen kann, komme es ganz entscheidend auf jeden Einzelnen an, das uns anvertraute Stück Heimat wert zu schätzen, es verantwortungsvoll zu erhalten und maßvoll so zu gestalten, dass es eben auch in Zukunft dieser so besondere, unverwechselbare Lebensraum bleibe, betonte der Bürgermeister. Und der Schlüssel dazu, der Schlüssel für eine nachhaltige, positive Entwicklung des Ländlichen Raums sind für mich die Menschen vor Ort. Sie identifizieren sich mit ihrer Heimatregion und tragen entscheidend dazu bei, dass wir starke Regionen und damit eine starke Heimat Bayern haben, so Blascheck, der auch dazu aufforderte, sich nicht auch den bisherigen Erfolgen auszuruhen und sich nicht auf das zu beschränken, was erreicht wurde. Wir müssen weiter mutig vorangehen und das Erreichte als Maßstab und als Ansporn nehmen, Gutes noch besser zu machen, appellierte der Langquaider Bürgermeister an die Festgäste.

Mit dem Bayerischen Staatspreis werden Kommunen ausgezeichnet, die durch vorbildliche Projekte ihre Lebensqualität wegweisend verbessern und innovative Projekte zur Stärkung der biologischen Vielfalt sowie zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel realisiert haben. Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb ist auf die Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Zudem müssen alle Projekte dem integrierten Ansatz entsprechen, zur Zukunftssicherung vitaler ländlicher Räume beitragen und dem Grundsatz einer aktiven Bürgerbeteiligung gerecht werden. Im Labertal gehen diese Aktivitäten nahtlos weiter, denn hier läuft mit dem bisher einzigartigen BayernNetzNatur-Projekt “Labertal-Projekt 2030” mit dem der hohe ökologische Wert des Tals der Großen Laber gesichert und dabei so wichtige Ziele wie Arten- und Biotopschutz, Gewässer-, Moor und Klimaschutz in einer ganz besonderen Art und Weise miteinander verbunden werden, das nächste innovative Zukunftsprojekt.

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