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Richtfest konnte an Maria Himmelfahrt im Rahmen eines „Hoagartens“ beim Bau des „Schloss-Stadels“ in Adlhausen, der als Dorfstadel das Dorfgemeinschaftshaus ergänzen wird und im Erdgeschoss insbesondere als Lager- und Unterstellfläche für Utensilien der Dorfvereine zur Verfügung steht, aber auch bei Festen und Veranstaltungen als Hallenfläche genutzt werden kann und im Obergeschoss den Schießstand des Schützenvereins beherbergen wird, gefeiert werden. Für den Bau des Dorfstadels, der in Eigenleistung erfolgt und u.a. durch sehr hohe Fördermittel aus dem EU-Förderprogramm LEADER finanziert wird, wurden bisher bereits über 5.000 unentgeltliche, ehrenamtliche Arbeitsstunden der Dorfgemeinschaft geleistet. Als Planer, Bauleiter und Organisator fungiert Ortssprecher Thomas Heffler, der beim Richtfest daran erinnerte, dass genau vor einem Jahr der erste Spatenstich für dieses Gemeinschaftsprojekt erfolgt ist und der Baufortschritt mittlerweile sogar weiter ist als geplant. Bis zum Winter soll die Verkleidung der Außenfassade mit Lärchenholz erfolgt und auch die Photovoltaikanlage installiert sein.

Thomas Heffler bedankte sich bei allen, die so engagiert beim Bau des Dorfstadels mitarbeiten und auch unterstützen. Sein Dank galt auch allen die im Hintergrund begleiten, den Spendern von Baumaterialen, allen, die kostenlos Gerätschaften zur Verfügung stellen und insbesondere auch den Frauen, die die Helfer mit Essen und Kuchen versorgen. Bürgermeister Herbert Blascheck machte deutlich, dass ein Richtfest immer ein Fest der Handwerker ist. Und genau so ist das auch beim Schloss-Stadl, nur das Besondere daran ist, dass die Handwerker in diesem Fall die Adlhausener selbst sind, die mit „mega“ vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden anpacken und zusammenhelfen. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern „Ihr seid der Wahnsinn!“, so Herbert Blascheck, der auch herausstellte, dass man dem neuen Schloss-Stadl ansieht, wieviel Herzblut, Gemeinschaftsgeist und gutes Miteinander in dem Bauwerk steckt. Das Sonderlob des Bürgermeisters und der Applaus der Dorfgemeinschaft galt dabei dem tollen Engagement von Ortssprecher Thomas Heffler, der plant, organisiert, koordiniert und bei den Arbeiten vorangeht. Der Geschäftsführer der LEADER-Aktionsgruppe Klaus Amann lobte das beispielhafte Engagement der Adlhausener Dorfgemeinschaft, das in dieser Form einzigartig im Landkreis Kelheim ist. Dieser Schloss-Stadl, so Klaus Amann, ist dafür ein positives Beispiel, wie aktive Bürgerbeteiligung die Realisierung von Projekten der Dorfkultur im Landkreis Kelheim voranbringt. Er habe in seiner Funktion mit Adlhausen nur beste Erfahrungen gemacht und diese EU-Gelder sind bei so viel Herzblut und Engagement gut angelegt. Landrat Martin Neumeyer merkte hierzu an, dass eine funktionierende Dorfgemeinschaft ein Gebäude und einen Anlaufpunkt braucht. Wenn dazu noch die Dorfgemeinschaft, wie hier in Adlhausen, sich so mit dem Projekt identifiziert, kann man von einem Glücksfall sprechen. In amüsanter Form berichtete Wolfgang Steger, der selbst aktiv beim Bau des Schloss-Stadls mitarbeitet in Gedichtform aus der Sicht einer kleinen „Maus vom Helchenbach“ über Planung und Bau des Bauwerkes sowie so mancher, lustiger Anekdote.

Zimmerer Michael Marklstorfer jun., der für die Zimmererarbeiten verantwortlich zeichnete, sprach dann den Richtspruch mit den besten Wünschen für das neue Gebäude und Bürgermeister Herbert Blascheck schlug dann den „letzten Nagel“ in das Gebälk. Die Dorfgemeinschaft feierte den gemütlichen Teil des Richtfestes natürlich gleich im Inneren des Schloss-Stadls.

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