09452 912-0 rathaus@langquaid.de

Nach Corona-bedingter Pause konnte das Aufwertungskonzept „Barrierefreier(er) Marktplatz“ nun endlich den lang ersehnten nächsten Schritt gehen. Im längst geplanten Themen-Workshop „(Noch) mehr Komfort in Einzelhandel und Dienstleistung“ unter Leitung von Dipl.Ing.-Architektin Ulrike Färber, AGS-München konnten mit Marktplatz-Rundgang, Fachvortrag und Diskussion im Gasthof Huberbräu nochmals wertvolle Impulse erarbeitet werden.

Ziel des Aufwertungskonzepts ist der weitgehende Abbau von Barrieren und die weitere Steigerung von Komfort und Aufenthaltsqualität für alle Nutzer. Dieser Workshop richtete sich nun vorrangig an Ladenbesitzer, Gastronomen oder in anderer Weise am Marktplatz von Langquaid Tätige und Aktive. Bürgermeister Herbert Blascheck, Planerin Ulrike Färber und das organisierende Team der Sozialen Stadt freuten sich sehr, dass zu den verschiedenen Geschäftsinhabern auch eine Reihe interessierter Vertreter des Marktrates, darunter Sozialreferentin Margret Wermuth, und anderer Ressorts, wie Behindertenbeauftragte Kirsten Reiter, gekommen waren.

Eingangs informierte Planerin Ulrike Färber zu den fachlichen Aspekten. Beispielsweise der Erhalt der Multifunktionalität als Versorgungs-, Wohn-, Arbeits- und Erlebnisort, den es zu gestalten und optimieren gelte. Dabei seien aber auch konzeptionelle Grenzen gegeben, zumal der historische Markt unter Ensembleschutz stehe und die Maßnahmen immer mit dem Denkmalamt abzustimmen seien. Aber dennoch sei eine moderne Gestaltung und „Möblierung“ dieses schon lange funktionierenden „Shared space“ im öffentlichen Raum möglich. Die Planerin betonte ebenso wie Bürgermeister Herbert Blascheck, dass bei dieser Optimierung der historische Charakter unbedingt erhalten werde müsse. Durch Rad- und Fußgängerfreundliche Gehwege/Gehbereiche und Traversen könne man aber deren Komfort und Sicherheit deutlich erhöhen. Dies helfe allen, ganz besonders aber natürlich Rollstuhl- und Rollatorennutzern und soweit möglich auch den Radfahrern.

Ein wichtiges Thema waren zudem die Eingangsbereiche. Bei einigen der historischen Anwesen sind relativ hohe Treppenstufen zu überwinden. Diese böten auch schöne natürliche Sitzgelegenheiten, die v.a. von jüngeren Leuten gern genutzt werden und die es zu erhalten gelte, so Färber. Aber selbstverständlich soll die Zugänglichkeit und der Komfort durch Geländer und Rampen stark verbessert werden. Dazu hatte sie im gemeinsamen Rundgang gleich Vorschläge parat.

Mehr Aufenthaltsqualität soll auch das Umfeld der vorhandenen Brunnen bekommen durch Sitz- und Spielmöglichkeiten. Ulrike Färber gab außerdem Beispiele für neu zu installierende Sitzgelegenheiten mit „smarten“ Anschlussmöglichkeiten oder Laptop-Ablage. Mehr Komfort ist außerdem für Radfahrer in Sicht, denn zu der besseren Wegsamkeit sollen auch weitere Abstellmöglichkeiten sowie eine Lade- und Servicestation kommen. Neben dem Komfort ist außerdem die Ästhetik immer im Blick. So werden auch die in die Jahre gekommenen Pflanztröge im Zuge der Neumöblierung ersetzt. – und zwar möglichst mit eigens für Langquaid entwickelten Ausstattungsmodulen. Angeregt aus der Runde wurden auch wieder eine Litfaßsäule, noch mehr „Erinnerung“ an die Historie und eine starke Berücksichtigung grüner Elemente.

Bürgermeister Herbert Blascheck dankte abschließend allen für ihre konstruktiven Beiträge und lud zum Tag der Städtebauförderung am 14. Mai ein. Hier besteht für die gesamte Bevölkerung von 14 bis 17 Uhr die Möglichkeit, sich zu informieren und mitzugestalten. Mehr Informationen auf dieser Website.

 

 

Click to listen highlighted text!