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Im Rahmen des Labertal-Projekts 2030 wurden im Langquaider Naturschutzgebiet „Niedermoor südlich Niederleierndorf“ drei Grundwassermesspegel gesetzt. Die Messpegel dienen der Überwachung des Grundwasserspiegels. Der Wasserstand ist ausschlaggebend, ob ein Moorboden intakt bleibt oder weiter mineralisiert und damit abgebaut wird und dadurch CO2 an die Luft abgibt. In Niederleierndorf ist der Grundwasserspiegel bereits stark gesunken, wodurch auch das Moor gefährdet ist und mit ihm die Tiere und Pflanzen, die auf diesen speziellen Lebensraum angewiesen sind. Bürgermeister Blascheck sagte dazu beim Ortstermin: „Wir haben das Glück einen Naturschatz wie das Niederleierndorfer Moor direkt vor unserer Haustür zu haben, aber natürlich bringt das auch die Verantwortung mit sich, es zu schützen.“

Um dem Austrocknen des Niedermoors entgegen zu wirken, sollen Seitengräben angestaut und damit der Wasserablauf verringert werden. „Die drei neu gesetzten Messpegel dienen dazu, die Staumaßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und die allgemeine Entwicklung des Wasserspiegels zu dokumentieren.“, so Lucia Gruber, Projektkoordinatorin beim Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. Die Messpegel werden über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie gefördert, die Durchführung fand in enger Abstimmung mit der Höheren und der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Wasserwirtschaftsamt statt.

Für die Installation der Messpegel musste knapp fünf Meter in die Tiefe gebohrt werden, wofür schwere Geräte notwendig waren. Um keinen Schaden anzurichten, wurde auf Frost oder Trockenheit gewartet. In Bezug auf die Bohrarbeiten kam das bisher sehr trockene Frühjahr also genau richtig. So konnte die Spezialfirma aus Metten die Arbeiten ohne jegliche Flurschäden schnell durchführen.

„Zukünftig werden täglich automatisch Daten an das Wasserwirtschaftsamt Landshut übertragen, die im Internet über den gewässerkundlichen Dienst Bayern abgerufen werden können. Leider konzentrieren sich die Niederschläge in Folge des Klimawandels immer stärker und die Verdunstungsrate nimmt durch schleichend steigende Temperaturen kontinuierlich zu. Umso wichtiger ist, dass wir gemeinsam Möglichkeiten finden, um unsere Moore zu schützen“, so Klaus Amann, Geschäftsführer des VöF.

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