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Außergewöhnliche Zeitreisen sind in Langquaid regelmäßig geboten, so auch unlängst im Frühherbst anlässlich des Langquaider Familientags.

Hier verwirklichten die Studierenden des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichte der Universität Regensburg unter Leitung von Diplom-Prähistorikerin Binnie Feierabend gemeinsam mit dem Markt Langquaid einen kreativen Aktionstag zur Frühbronzezeit. Das Motto lautete „Wieviel Frühbronzezeit steckt noch in uns?“

Begleitend zur Ausstellung “4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid” waren in einer universitären Übung vielseitige Ideen entstanden, die Lebenswelt der Frühbronzezeit lebendig zu vermitteln.  Die Studenten versetzten die Marktbesucher 4000 Jahre zurück. Vielseitige interaktive Mitmach-Stationen und Ausprobiermöglichkeiten luden Kinder und Erwachsene dazu ein, zu entdecken, wie das Leben in der  Frühbronzezeit aussah: Was mache ich mit einem Spangenbarren? Schmecken uns Kekse aus bronzezeitlichen Zutaten? Und wie haben die Menschen damals ihr Leben gestaltet? Gab es ein Multi-Tool wie das heutige Handy oder vormalige Schweizer Taschenmesser, das jeder dabei haben sollte? Wie kleidete man sich richtig oder symbolisierte den eigenen Status? Und wie bereiteten die Angehörigen einem Verstorbenen den Übergang ins Jenseits? Dies waren nur einige Fragen, die hier beantwortet wurden. Auch bisherige Forschungserkenntnisse wurden präsentiert. Zusätzlich gaben Informationstafeln und kompetente Ansprechpartner*innen einen vertiefenden Einblick in den wissenschaftlichen Hintergrund. Ein eigens erstellter Film informierte zur Rolle der Metallnutzung für die weitere Entwicklung von Krieg und Gewalt in der europäischen Vorgeschichte.

Wer den Aktionstag verpasst hat, kann aber noch immer auf Zeitreise gehen, auch wenn die aktuelle Situation manches vorerst in eine Pause zwingt. Zur Zeit kann aber in der Ausstellung „4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid“ zum bekannten Hortfund das Leben der Frühbronzezeit in Niederbayern weiterhin sehr anschaulich entdeckt werden.

Immer am ersten Sonntag ist die Ausstellung im Haus der Begegnung von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Im Januar ist die monatliche Öffnung für Sonntag, 9.1. geplant. Der Eintritt ist frei. Natürlich gelten stets die aktuellen Corona-Vorschriften, aktuell 2 G und Maskenpflicht. Sobald die Pandemiesituation es wieder zulässt, sind nach dem großen Erfolg des Projekttages weitere Angebote geplant. Schon jetzt können außerdem Workshops für Kinder und Erwachsene zu unterschiedlichsten Anlässen angefragt und vorgebucht werden. Nähere Informationen erteilt das Kulturbüro Cultheca unter info@cultheca.de oder Tel.: 0941 69896946

Ebenso kann die Geschichte von der Wittelsbacher Marktgründung bis heute von der ganzen Familie auf interessante Weise erkundet werden. Zum einen im “Hotspot der Geschichte im Kastnerhaus- Ein Jahrtausend Markt Langquaid”, der zu gleichen Zeiten wie die Hortfundausstellung geöffnet ist. und ab Frühjahr auch wieder in historischen Marktführungen.

Familien mit Kindern bis zu 10 Jahren sind außerdem herzlich eingeladen, den neuen Actionbound – die digitale Schnitzeljagd für den Marktplatz von Langquaid auszuprobieren. Einfach herunterladen und los geht das Suchspiel für die ganze Familie. Übrigens steht seit kurzem auch ein zweiter Bound durchs Labertal zur Verfügung!
Mehr Infos: www.langquaid.de und www.actionbound.de

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