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Mit Versuchsbohrungen in 70 und 34 Metern Tiefe erkundet der Markt Langquaid derzeit im Labertal den Standort für einen weiteren Trinkwasserbrunnen des Wasserwerks. Damit soll nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch die hohe Qualität des Langquaider Trinkwassers weiterhin zukunftsorientiert gewährleistet werden. Für den neuen Brunnenstandort hat der Markt ein Grundstück im Labertal erworben auf dem der Tiefbrunnen II entstehen soll. Da in diesem Bereich nach Aussage des Wasserwirtschaftsamts Landshut zwei Grundwasserleiter vorhanden sind, müssen im Hinblick auf eine künftige Erschließung beide Grundwasserleiter getrennt voneinander erschlossen werden. Deshalb führt die Fachfirma mit ihren Spezialgeräten dort zwei Versuchsbohrungen durch und zwar in einem Abstand von mindestens 20 Metern, erläuterte Wasserwerksleiter Martin Streit bei einem Baustellenbesuch mit Bürgermeister Herbert Blascheck. Er zeigte auch auf, dass entsprechend den Vorgaben des Wasserwirtschaftsamts die Versuchs­bohrungen, jeweils bis in eine Tiefe von ca. 10 Meter im Trockenbohr­verfahren mit einem Bohr­durch­messer von ca. 420 Millimeter durchgeführt und nach dem jeweiligen Setzen eines Standrohrs die Bohrungen dann im Spülbohrverfahren bis zur Endtiefe von ca. 37 Meter bei Versuchs­bohrung eins und ca. 70 Meter bei Versuchsbohrung zwei mit einem Bohrenddurchmesser von mindestens 350 Millimeter weitergeführt werden. Nach der Erstellung der Bohrungen wird mit Hilfe von jeweils 96-stündigen Pumpversuchen mit verschiedenen Förderraten die Leistungsfähigkeit des Grundwasserleiters getestet. Im Rahmen eines pumpversuchsbegleitenden hydrochemischen Untersuchungs­programms wird die Qualität des geförderten Wassers beurteilt.

Nach Fertigstellung der Versuchsbohrungen können in Abhängigkeit der gewonnenen Erkenntnisse die weiteren Planungen für die Erstellung eines Brunnens durchgeführt werden. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und unser Wasserwerk liefert dieses Lebensmittel Nummer 1 zuverlässig und in hervorragender Qualität. Deshalb ist es uns sehr wichtig, dass unsere Wasserversorgung auch technisch immer auf dem modernsten Stand ist und so den hohen Qualitätsansprüchen auch in Zukunft gerecht wird, unterstrich Bürgermeister Herbert Blascheck.

Der Markt erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit Fachbüros und dem Wasserwirtschaftsamt ein Konzept zur weiteren zukunftsorientierten Modernisierung seines Wasserwerks und damit zur qualitätsvollen Trinkwasserversorgung, dass in den kommenden Jahren Zug um Zug umgesetzt werden wird. Als erste Maßnahme wurde dazu im Jahr 2019 der Tiefbrunnen I bei Appersdorf regeneriert. Durch diese Regenerierung wurde die Leistungsfähigkeit des Brunnens sogar verbessert. Gleichzeitig wurden die im Brunnen eingebaute technische Ausrüstung wie Unterwasserpumpe, Steigleitung, Brunnenkopfdeckel, etc. komplett erneuert. Mit den Versuchsbohrungen für den Bau eines weiteren Trinkwasserbrunnens wird nun der nächste Schritt zur Realisierung des Gesamtkonzepts umgesetzt. Wasserwerksleiter Martin Streit verwies auch auf die besondere Qualität des Langquaider Trinkwassers, das vollkommen unbehandelt in die Haushalte kommt. Diese Qualität erhoffen wir uns auch bei den derzeit laufenden Versuchsbohrungen und natürlich dann auch bei einem weiteren Trinkwasserbrunnen, so Streit.

 

 

 

 

 

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