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Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene werden in der Franziska-Obermayr-Schule in Langquaid demnächst eine spezielle, offene Werkstatt vorfinden: die so genannte ExperimentierWerkstatt. Wie der Name schon verrät, geht es vor allem darum, Neues auszuprobieren und innovative Arbeitsfelder kennenzulernen. Dies passiert in direkter Zusammenarbeit mit zum Beispiel Fachfirmen, Hochschulen, Handwerksbetrieben oder auch sonderpädagogischen Einrichtungen. In den Räumlichkeiten wird man sich handwerklichen und technischen Tätigkeiten widmen können – praxisnah und vor allem auf neuestem technischen Stand. Schulische Lernbereiche können eng und kreativ mit Versuchen und Projekten verknüpft und praktisch erprobt werden. So stellt das neue außerschulische Angebot ein praxisorientiertes und erlebnispädagogisch wertvolles Zusatzangebot dar.

„Die ExperimentierWerkstatt wird allen Bürgern offenstehen. Räumlich untergebracht wird dieses weitere Bildungsangebot in Langquaid in der Franziska-Obermayr-Mittelschule. Dort baut der Markt Räumlichkeiten für diesen Zweck um und stattet sie auch technisch entsprechend aus. Ein Jahresprogramm wird dann Themen und Aktionen altersspezifisch für alle Generationen berücksichtigen. Interessierte Einzelpersonen können sich für die Kurse und Angebote anmelden. Jugend- und Seniorengruppen, Schulen, Kindergärten und Vereine können die ExperimentierWerkstatt für spezifische Angebote nutzen. Dabei soll das Interesse an den Themenbereichen „Naturwissenschaft, Technik und Handwerk“ gestärkt werden, die Verknüpfung von praktischer Umsetzung, Ausprobieren und Vorträgen soll einen vielfältigen Einblick in diese Themen ermöglichen. Auch Zukunftsthemen wie Umwelt- und Klimaschutz werden im Focus der ExperimentierWerkstatt stehen, die dort anschaulich bearbeitet und erlebbar gemacht werden. Begleitet werden wird die ExperimentierWerkstatt von einer Vielzahl von Kooperationspartnern. Dazu zählt neben der Ostbayerischen Technischen Hochschule auch die Universität, die IHK, die Handwerkskammer, das Institut für Energietechnik der Technischen Hochschule Amberg, das Berufsbildungswerk Abensberg, die Energieagentur, der Bund Naturschutz, die Volkshochschule, der Förderverein der Langquaider Schulen, die Franziska-Obermayr-Schule und natürlich auch ein großes Netzwerk Langquaider Betriebe, so Bürgermeister Blascheck.

Langquaid ist auch als Bildungsstandort fit für die Zukunft. Wir gehen auch hier immer wieder neue und innovative Wege um uns als starker Bildungsstandort weiter zu positionieren und Angebote zu schaffen, die vielseitige und zukunftsorientierte Bildungsmöglichkeiten bieten. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir mit dieser Form der ExperimentierWerkstatt unser Angebot im Bildungsbereich weiter erfolgreich ausbauen, ergänzt Blascheck.

Landrat Martin Neumeyer freut sich über die Bewilligung der EU-Fördergelder aus dem LEADER-Fonds. „Das Projekt ist ein Gewinn für den Landkreis Kelheim. Der Themenkomplex „Technik und Handwerk“ wird insbesondere der jungen Generation spielerisch und experimentell nähergebracht“, erläutert Neumeyer, der auch Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe ist. „Die Initiative kann bei Erfolg auch als Vorbild für andere dienen. Sie ist für uns mit der MINT-Strategie auch ein wichtiger Baustein, um allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Zugang zu technischen Arbeitsbereichen zu erleichtern und unseren Firmen Kontaktstellen zum Nachwuchs zu bieten.“

„Die Bereitstellung eines offenen Forscherraums soll auch der sinkenden Bereitschaft vieler junger Schulabgängern und Erwachsenen entgegensteuern, eine Ausbildung im naturwissenschaftlich-technischen oder handwerklichen Bereich anzufangen. Zugleich soll das Projekt auch dazu dienen, Firmen und Handwerksbetriebe bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs und Fachpersonal zu unterstützen. Wir werten das Projekt auch als zeitgemäße und sehr interessante Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft“, so Werner Maier, Schulleiter der Franziska-Obermayr-Schule Langquaid.

 

Die Förderung der EU übernimmt knapp die Hälfte der Nettokosten und liegt bei diesem Projekt in einer Höhe von 75.000 €. Schwerpunkt der Förderung ist vor allem die Ausstattung der Räumlichkeiten auf neuestem technischen Stand, beispielsweise Datenübertragung mit Licht (Visible Light Communication) oder spezielle Experimentiertische. LEADER-Geschäftsführer Klaus Amann: „Mit LEADER versuchen wir, die ländlichen Regionen auch wirtschaftlich zu stärken und vor allem den jungen Menschen eine nachhaltige Perspektive in ihrer Heimat zu bieten. Dazu gehört auch, Firmen und Handwerksbetriebe mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenzubringen, um auch zu zeigen, dass nicht nur die Ballungszentren attraktive Arbeitsmöglichkeiten bieten. Die ExperimentierWerkstatt in Langquaid folgt genau unserem LEADER-Leitgedanken: Zusammenwachsen & zusammen Wachsen“.

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