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Maibaumaufstellen, Sonnwendfeuer, Fronleichnamsprozession, Jugendzeltlager, Gartenfeste, Treffpunkt für Martinsumzug, Adventsfeier und viele weitere Veranstaltungen, dafür soll das neue barrierefreie Gebäude mitten in Adlhausen bereitstehen. Direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus und der historischen Kulisse des Schlosses wird der Schloss-Stadl gebaut, barrierefrei, klimafreundlich und vor allem als Holzkonstruktion. Der Schloss-Stadl soll zudem ein interessanter Rastplatz für Wanderer und Radfahrer werden. Informationstafeln werden die Bürger über regionsspezifische Themen, wie die Ortsgeschichte, das Schlossareal, den Naturraum Labertal und über touristische Besonderheiten aufklären. Die Radfahrer auf dem vorbeiführenden Labertal-Radwanderweg, die Storchenroute oder die Wanderer Via Nova, können hier gerne eine Verschnaufpause einlegen.

Unabhängig von Festen und Feierlichkeiten soll der Schloss-Stadl als Lager- und Unterstellfläche für Utensilien der Dorfvereine genutzt werden, die bisher provisorisch in privaten Räumlichkeiten untergebracht wurden. „Die Adlhausener haben es wieder einmal geschafft, in sehr kurzer Zeit, trotz Corona, eine fachlich fundierte Planung und ein durchdachtes Nutzungskonzept auf die Füße zu stellen. Der Marktrat und die Förder- und Bewilligungsstellen wurden überzeugt, so dass dem Start nichts mehr entgegensteht.

Beeindruckend ist wieder einmal die enorme Eigenleistung, die die Dorfgemeinschaft aufbringt“, so Bürgermeister Herbert Blascheck. „Größere Veranstaltungen und Feste können nun künftig auch unabhängig vom Wetter durchgeführt werden. Ganz bewusst wollen wir das Funktionsgebäude auch für alle Alterstufen, oder für Menschen mit Handicap optimal gestalten“, so das Gemeindeoberhaupt.

„Endlich können wir starten“, so Thomas Heffler, der sich mit den Vereinsvorständen über Planungsdetails, Kostenkalkulationen und den späteren laufenden Betrieb im Vorfeld viele Gedanken gemacht hat.

Es konnte die Maximalsumme an EU-Fördergelder aus dem Leader-Fonds bewilligt wurden. „Ein wichtiges Kriterium war sicherlich auch die enorme Eigenleistung, die die Adlhausener Bürgerinnen und Bürger erbringen wollen. Der Bau des Schloss-Stadls ist auch ein Gewinn für den Landkreis Kelheim. Es trägt, wie bereits das Leader-geförderte Dorfgemeinschaftshaus, wieder ein Stück zu einem aktiveren Dorfleben im Landkreises bei.

Das ehrenamtliche Engagement ist in Adlhausen beispielhaft“, so Klaus Amann, Geschäftsführer der Leader-Aktionsgruppe. Die Förderung der EU liegt bei diesem Projekt in einer Höhe von 200.000 Euro. Es soll nicht nur nur ökologisch und sozial geredet werden, sondern auch entsprechend gehandelt. Der Schloss-Stadl ist dafür ein positives Beispiel, wie aktive Bürgerbeteiligung die Realisierung von Projekten der Dorfkultur voranbringt.

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