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Von den deutlich gesunkenen Inzidenzzahlen profitiert auch das Mehrgenerationenhaus in Langquaid. Nach und nach können nun wieder viele Sprechstunden und Veranstaltungen in persönlicher Form angeboten werden. Von der Vielfalt und der Breite des Angebotes im Mehrgenerationenhaus sowie in Kooperation mit diesem konnte sich nun die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) bei ihrem Besuch vor Ort ein Bild machen. Brigitte Kempny-Graf, Melanie Hase sowie Andrea Meyer vom Projektteam der Sozialen Stadt und dem Mehrgenerationenhaus sowie Lanquaids Bürgermeister Herbert Blascheck freuten sich sehr, die Abgeordnete, die auch Mitglied im Sozialausschuss des Bayerischen Landtages ist, persönlich in Langquaid zu begrüßen. „Als vergangenes Frühjahr Corona kam, haben wir sehr schnell reagiert“, berichtete Brigitte Kempny-Graf eingangs des Austausches mit Petra Högl. Innerhalb von drei Tagen habe man intern alles „auf telefonisch und online umgestellt“, was bislang vor Ort im Haus passierte. „Auch haben wir kurzfristig alle darüber informiert, wie die Arbeit des Mehrgenerationenhauses weitergehe“, ergänzte Kempny-Graf. Eine der ersten Aufgaben bestand etwa darin, zu Beginn der Pandemie die Hilfsangebote der einzelnen Vereine in den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft in der Nachbarschaftshilfe zu bündeln und zu koordinieren, wie Melanie Hase ausführte. Etwa beim Angebot des Einkaufsdienstes, der alle Bürger bei den Lebensmittelbesorgungen entlastete, die in der Pandemie-Situation das Haus nicht verlassen konnten oder mochten.

Aktuell arbeite man daran, wieder das Vor-Corona-Angebot im Mehrgenerationenhaus anbieten zu können. Was dies alles beinhaltet, wurde der Abgeordneten anhand einer Präsentation aufgezeigt. So finden im Mehrgenerationenhaus etwa Hebammensprechstunden, Vortragsabende zu unterschiedlichen Themen, Gottesdienste, Treffen erwachsener Menschen mit Behinderungen, Seniorennachmittage oder auch der jährliche Babyempfang der Gemeinde statt. Doch nicht nur das. Ergänzt wird dieses mit Sprachkursen, Digitalkursen für Senioren oder auch Außen-Sprechstunden der Agentur für Arbeit. Dass sich aus dem Angebot im Mehrgenerationenhaus mehr entwickeln kann, zeigen die früher dort wöchentlich angebotenen Hörsprechstunden. „Die Hörsprechstunden waren so erfolgreich, dass wir nun seit mehreren Jahren ein Fachgeschäft für Hören in Langquaid haben“, freute sich Kempny-Graf. Landtagsabgeordnete und Kreisrätin Petra Högl zeigte sich begeistert von dem vielfältigen und breit gefächerten Angebot und der Arbeit im Langquaider Mehrgenerationenhaus. „Es ist beeindruckend, welch umfangreiches Beratungs-, Informations- und Unterstützungsangebot hier vor Ort nicht nur für die Menschen aus Langquaid, sondern die gesamte Region angeboten wird. Mein Dank gilt hier den Mitarbeitern, der Kommune, den freiwilligen Helfern und den lokalen Bündnissen, die dazu beitragen solch ein gemischtes Angebot, vom Babytreff bis zum Seniorennachmittag auf die Beine zu stellen“, sagte Högl. Auch Langquaids Bürgermeister Herbert Blascheck freute sich über die tolle Entwicklung in den vergangenen 14 Jahren. „Das Mehrgenerationenhaus ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits 2008 hatten wir uns erstmalig erfolgreich mit einem innovativen Konzept um die Aufnahme in das Bundesprogramm beworben. Seitdem sind wir durchgängig dabei und können nun auch im aktuellen Programm 2021 bis 2028 unsere Arbeit fortsetzen“, sagte Lanquaids Rathauschef. Mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Pflegestützpunkt, der Senioreneinrichtung und dem Betreuten Wohnen habe Langquaid nach den Worten des Bürgermeisters heute ein soziales Zentrum, welches aus der Region nicht mehr wegzudenken ist.

Hintergrund:

Das Mehrgenerationenhaus ist ein bundesweites Programm, initiiert und gefördert durch das Bundesfamilienministerium. Der Markt Langquaid wurde 2008 in das Programm aufgenommen, ebenso für die Folgeprogramme. 2021 beträgt die Förderung 40.000 Euro im Jahr je Mehrgenerationenhaus durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auch der Freistaat Bayern aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und der Markt Langquaid leisten eine erforderliche Kofinanzierung in Höhe von 10.000 Euro. Für die neue Förderperiode seit dem 1. Januar diesen Jahres, die sich erstmals über acht Jahre bis Ende 2028 erstreckt, konnte sich der Markt Langquaid ebenfalls wieder erfolgreich bewerben.

Text/Foto (Stefan Scheuerer/Büro Högl): Landtagsabgeordnete Petra Högl, das Team Soziale Stadt-MGH und Bürgermeister Herbert Blascheck präsentieren die neu erschienene MGH-Broschüre

Die neue 12seitige Informationsbroschüre zum MGH Langquaid liegt auch im MGH, im Rathaus, Bücherei und vielen Geschäften auf. Sie steht auch hier online zum Durchblättern bereit.

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