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Die Verwaltungsgemeinschaft Langquaid hat als erste Kommune im Landkreis Kelheim am vergangenen Dienstag den Förderbescheid des „digitalen Rathauses“ erhalten. Damit profitiert Langquaid von diesem neuen Förderprogramm des Freistaats Bayern, das den Ausbau der Onlinedienstleistungen in den Rathäusern unterstützt, auch um die Umsetzung des „Onlinezugangsgesetzes“ in den Gemeinden sicherzustellen. Dieses Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen bei Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland auch digital angeboten werden. Bürgermeister Herbert Blascheck konnte nun in München aus den Händen von Digitalministerin Judith Gerlach und Finanzminister Albert Füracker den Förderbescheid in Empfang nehmen, mit dem die Onlinedienstleistungen im Langquaider Rathaus noch weiter ausgebaut werden.

Unter dem Motto „Mit der Maus ins Rathaus“ bietet Langquaid bereits seit einigen Jahren ein Rathaus Service-Portal an, das rund um die Uhr zur Verfügung steht. So können Bürger viele Behördengänge bequem von zu Hause aus, die notwendigen Unterlagen griffbereit, erledigen. Das Ausfüllen der elektronischen Formulare ist einfach, denn eine Dialogfunktion hilft dabei. Fallen Gebühren an, werden diese praktisch und sicher per Lastschrift bezahlt. Über 20 verschiedene Anwendungsmöglichkeiten stehen dabei derzeit zur Verfügung. Und diese digitalen Serviceleistungen werden nun für unsere Bürger weiter ausgebaut, freut sich der Bürgermeister.

Bei der Übergabe der ersten Förderbescheide machte Bayerns Finanzminister Albert Füracker deutlich, dass sich Bayern mit aller Kraft für die Digitalisierung der Verwaltung einsetzt und bundesweit bereits Vorreiter ist. Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Verwaltungsleistungen rund um die Uhr als Onlinedienste nutzen können. Deshalb treibt der Freistaat den Ausbau von E-Government weiter voran, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Digitalministerin Judith Gerlach. Da der Großteil der Verwaltungsleistungen im kommunalen Bereich abgewickelt wird, unterstützt der Freistaat die bayerischen Gemeinden, Landkreise und Bezirke bei der Bereitstellung von neuen Online-Diensten. Am 1. Oktober 2019 trat die neue Förderrichtlinie „Digitales Rathaus“ in Kraft. Für das neue Förderprogramm stehen 42,68 Millionen Euro bereit. „Die Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche des Alltags. Unser Förderprogramm ist ein attraktives Angebot an die bayerischen Gemeinden, Landkreise und Bezirke“, versichert Füracker. Gemeinden, Zusammenschlüsse von Gemeinden sowie Gemeindeverbände im Freistaat Bayern können nun im Rahmen des Förderprogramms für die erstmalige Bereitstellung von Online-Diensten eine staatliche Förderung erhalten. Mit dem „digitalen Rathaus“ leistet der Freistaat Bayern einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes im kommunalen Bereich.

Digitalministerin Judith Gerlach betonte in diesem Zusammenhang: „Die Verwaltung muss für unsere Bürger höchsten Service garantieren – einfach, schnell, online. Und das rund um die Uhr, ob bequem von der Couch oder per App von unterwegs. Der neue Führerschein oder der neue Wohnsitz müssen mit wenigen Klicks erledigt werden können, wie es die Menschen auch vom täglichen Surfen und Bestellen im Internet gewohnt sind. Dazu gehört auch, dass die gleichen Daten nur einmal an Behörden übermitteln werden müssen und nicht immer wieder. Egal, ob staatlich oder kommunal: Der Bürger erwartet zurecht, dass die Ebenen auch digital eng zusammenarbeiten. Wir wollen Hürden zwischen Bürgern und Staat abbauen und einen konkreten Mehrwert schaffen. Mit dem digitalen Rathaus können die Kommunen schnell und direkt mit ihren Bürgern kommunizieren. Sie sind das Gesicht der Verwaltung zum Bürger. “

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