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“Hingeschaut! Weniger Barrieren, mehr Komfort für alle” lautete das Motto des jüngsten Themenabends im Rahmen der Erarbeitung eines Gesamtkonzepts „Barrierefreier Marktplatz“.

Bürgermeister Herbert Blascheck und die Soziale Stadt hatten hier alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, unter Leitung von Städteplanerin Ulrike Färber, Architektengesellschaft AGS München,  ihre Ideen und Meinungen einzubringen, wie der historische Langquaider Marktplatz ärmer an Barrieren und noch reicher an Komfort werden kann. Eine etwa zwanzigköpfige Gruppe, darunter auch viele Markträte, fand sich trotz des immer stärker werdenden Regens vor dem Rathaus ein, um diese Möglichkeit der Mitgestaltung zu nutzen. Nach einem ausführlichen Marktplatzspaziergang, bei dem die einzelnen Bereiche gemeinsam betrachtet wurden, ging es zur “Denkwerkstatt” in den Gasthof Huberbräu, um dort das Gesehene zu erörtern.

Die intensive Diskussion machte deutlich: Es ist keine leichte Aufgabe, die es hier zu lösen gilt.

Schließlich soll der Marktplatz auch weiterhin seinen vielfältigen Funktionen gerecht werden, insbesondere als Wohn- und Einkaufszentrum, als Flaniermeile, und auch weiterhin für Festivitäten unterschiedlichster Art „umfunktioniert“ werden können.

Einer großen Mehrheit wichtig ist dabei der Erhalt des außergewöhnlichen Ambientes, das der historische Marktplatz ausstrahlt und das ihn so besonders macht. “Diesen Platzcharakter gilt es unbedingt zu erhalten!” waren sich Bürgermeister Herbert Blascheck und seine Vertreter Hermann Pritsch und Margret Wermuth mit Planerin Ulrike Färber sowie der großen Mehrheit der Teilnehmern einig. Dazu gehört auch der Erhalt des Pflasters, wobei hier Möglichkeiten der Glättung der Oberflächen, der Schaffung von geh-, Rollatoren- und Radfreundlichen Zonen erörtert wurden. Die Definition von Querungen soll zudem höhere Sicherheit schaffen, Dies auch an den Marktplatzenden und Übergängen in die Leierndorfer Straße beziehungsweise die Rottenburger Straße. Optimierung, z.B. von Engstellen, die „gute“ Gestaltung der sog. Schankflächen, Schaffung von sinnigen Abstellmöglichkeiten für v.a. Fahrräder und von Aufenthaltsangeboten – Sitzgelegen-heiten aller Art, Bänke mit und ohne Lehne, am Brunnen, zum Sonnen, aber auch im Schatten, zum Rasten z.B.

Klarere Definitionen der Parkflächen, Angleichung einzelner Eingangs- und Gehbereiche oder auch der Baumlinien sollen künftig klare Ordnung und Struktur und damit eine verbesserte Sicherheit geben. Angeregt wurden zudem geeignete Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion. Ein Plus an Sicherheit soll außerdem im Mündungsbereich der Bahnhofstraße geschaffen werden.

Hingeschaut wurde ebenso auf potenzielle Lieblingsplätze. Neben der Eisdiele beim Rathaus wurden die Brunnen ins Auge gefasst. Die Umgebungen von Jakobs- und Marktbrunnen sollen deutlich komfortabler und zum Verweilen einladend gestaltet werden. Sitzgelegenheiten sollen hier wie an weiteren Orten des Marktplatzes sowie der unmittelbaren Umgebung entstehen. „Ein Wunsch, der auch bei den bisherigen Aktionen wie beim Tag der Städtebauförderung vielfach geäußert wurde“ so Soziale-Stadt Managerin Brigitte Kempny-Graf. Zur neuen Stadtmöblierung gehören des Weiteren Radlständer sowie diverse Serviceangebote für Radler.

Im Winter wird es einen Themenabend speziell für Einzelhandel und Gastronomie geben, um auch diese Belange, im Detail zu erörtern.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben weiterhin die Gelegenheit, ihre Anregungen abzugeben und zwar im Büro Soziale Stadt, Hintere Marktstraße20, 84085 Langquaid, Tel.: 09452 912-16, E-Mail: sozialestadt@langquaid.de. Hier liegen außerdem Karten auf, auf der Anregungen gezielt eingetragen werden können.

 

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