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Eine einzigartige und für Langquaid äußerst bedeutende Ausstellung wurde kürzlich im Haus der Begegnung eröffnet: „4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid“. Es handelt sich dabei um die Präsentation eines sogenannten Hort- oder Depotfundes aus der Zeit um 1800 v. Chr., der im Jahre 1907 in Langquaid gefunden wurde, und nun für begrenzte Zeit, voraussichtlich bis 2021, während der Umbauphase der Archäologischen Staatssammlung, in einer außergewöhnlichen Ausstellung gezeigt werden kann.

BM Herbert Blascheck, Dr. Heiner Schwarzberg, Prof. Dr. Gerhard Waldherr, Regine Leipold (v.l.n.r.)

In einer Feierstunde dankte Bürgermeister Herbert Blascheck allen, die dazu beigetragen hatten, ganz besonders Dr. Heiner Schwarzberg von der Archäologischen Staatssammlung München, der den Transfer nach Langquaid intensiv begleitet hatte und Historiker Prof. Dr. Gerhard Waldherr, Cultheca, der für die ansprechende Konzeption und Präsention gesorgt hatte. Ebenso galt Herbert Blaschecks Dank aber auch Kreisarchäologen Dr. Joachim Zuber, Frau Silvia Codreanu-Windauer vom Landesamt für Denkmalpflege, dem gesamten Marktrat, dem Langquaider Bauhof unter Leitung von Heribert Roithmeier und dem Team Soziale Stadt- MGH für die Unterstützung, Irene Wetzler-Mittmann und ihren Flöten- und Klavierschülerinnen für die gelungene musikalische Umrahmung der feierlichen Eröffnung.

Blascheck führte aus, dass dieser „Schatz von Langquaid“, so bedeutend ist, dass sogar eine Chronologie der Bronzezeit als „Stufe Langquaid“ bezeichnet wird. „Ich denke, allein schon dass Motto dieser Ausstellung: „4000 Jahre versteckt – Der Schatz von Langquaid“ bringt das Spannende dieses großartigen Hortfundes zum Ausdruck. Ein kostbarer Schatz, zunächst verborgen unter der Oberfläche, dann entdeckt, geborgen durch die Archäologen und trotzdem bleiben Fragen offen. Wer hat diesen Schatz vergraben und warum? Was waren das für Menschen, wie haben sie gelebt? Genau das wird in unserer Ausstellung spürbar!“, so Blascheck. „Der Schatz erzähle eine Geschichte von Mobilität, von Aufbruch und Ankunft, von Krieg und Frieden, von Handel und Austausch“.
Dr. Heiner Schwarzberg hatte in einem spannenden Vortrag viele interessante Fakten zur Geschichte des Hortfundes beziehungsweise zu den Gründen, warum diese in dieser Form vergraben wurden, zur Zeit der Niederlegung des Schatzes, zur Lebensweise der Menschen in dieser frühen Bronzezeit und zur Hebung  mitgebracht. Prof. Dr. Gerhard Waldherr erläuterte die museumspädagogische Konzeption der Ausstellung und die geplanten Nutzungs-Möglichkeiten wie Führungen und Workshops. Auch eine Vortragsreihe sei geplant.

Neben der regelmäßigen Öffnung zu allen Märkten und Großveranstaltungen wird die Ausstellung auch jeden ersten Sonntag 13.00 – 16.00 Uhr geöffnet sein. Um 14 Uhr wird jeweils eine öffentliche Führung angeboten. Der Eintritt ist frei.

Führungen für Gruppen können jederzeit vereinbart werden.

Angeboten werden außerdem:

Workshop Alltag in der Bronzezeit, Ab 6 Jahren

– Alles, was die Menschen vor 4000 Jahren brauchten, mussten sie selbst herstellen.

Nachdem wir uns zwei originale Tongefäße aus der Bronzezeit angesehen haben, könnt ihr versuchen, auf einem selbstgebastelten Webrahmen ein Stück Wollstoff herzustellen. Wer lieber einen Bronzearmreif nach Haus mitnehmen möchte, kann sich einen aus Kupferdraht anfertigen. Es ist gar nicht so einfach, selber aus Ton ein kleines Gefäß zu formen – probiert es mal aus!

Dauer: 45 Minuten

Teilnehmerzahl: max. 25 Personen

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Führung: 4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid

Vor ca. 4000 Jahren versteckten Menschen im heutigen Ortsgebiet von Langquaid rund 30 Bronzegegenstände, darunter Armreifen, Schmucknadeln und Beile.

Nach einer Einführung in die Frühe Bronzezeit sehen wir uns den Schatz genau an. Wer könnte ihn vergraben haben und warum? Woher kam das Metall für die Gegenstände und wo wurden sie angefertigt? – Interessante Fragen, die sich mit diesem einzigartigen Schatzfund verbinden, der nur für eine begrenzte Zeit im Original in Langquaid ausgestellt ist und ansonsten zu den herausragenden Exponaten der Archäologischen Staatssammlung in München gehört.

Bei der Führung erhalten Sie interessante Aufschlüsse über das Leben und den Alltag der Frühe Bronzezeit, die Zeit vor 4000 Jahren, in der erstmals bei uns Metall verarbeitet wurde.

Dauer: 45 Minuten

Max. Teilnehmerzahl: 25 Personen

Die Führung wird altersgerecht angepasst.

Auch im Rahmen des Langquaider Ferienprogramm wird es am 6. August von 10 bis 12 Uhr ein Workshop-Angebot geben:

„4000 Jahre versteckt – Schatzsuche in der Bronzezeit“

Ansprechpartner und Anmeldung:

Cultheca – kulturpädagogik und kommunikation

Tel.: 0941 / 69 89 69 46

Mail: info@cultheca.de

 

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