09452 912-0 rathaus@langquaid.de

Wer heute nach Langquaid kommt, erlebt ein pulsierendes Zentrum mit wunderschön sanierten Gebäuden, einer großen Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangeboten, umfangreicher medizinischer Versorgung, ansprechender Gastronomie und modernem Wohnen. Eine Ausnahme-Entwicklung, die von den Marktverantwortlichen über lange Jahre kontinuierlich gemeinsam mit Eigentümern und den Bürgern voran getrieben wurde. Der historische Wittelsbacher Marktplatz wurde so nicht nur eine schöne historische Kulisse zum Anschauen, sondern ein modernes Zentrum mit breiter Funktionsvielfalt.

Im Hintergrund wurden zudem bereits die Weichen zu einem weiteren ganz wesentlichen Ziel gestellt: Barrierefreiheit!

Schritt für Schritt wurde und wird diese komplexe Thema seit längerem schon bearbeitet. Es gilt, unter Erhalt des wunderschönen historischen Ambientes den modernen Komfort für alle Nutzer immer weiter auszubauen, die Aufenthaltsqualität für alle Generationen noch zu steigern, Barrieren immer mehr zu mindern. „Mehr Komfort für alle“ benennt Städteplanerin Ulrike Färber, von der Architektengesellschaft AGS München das erste Ziel. „Barrierearmut“ soll die erste Etappe bringen. Am Ende des mehrjährig angelegten Planungs- und Umsetzungsprozesses sollen ein aufeinander abgestimmtes und gut funktionierendes Miteinander  von gehfreundlichen Fußgängerbereichen, definiertem Parken,  ohne all die kleinen Hürden und Barrieren, die insbesondere Menschen mit Einschränkungen, Kindern und Senioren eine Nutzung häufig erschweren. Auf diesem Weg wurde aber auch schon Wesentliches erreicht, beispielsweise mit dem barrierefreien Umbau des Rathauses. Auch Einrichtungen wie die Marktbücherei, das Mehrgenerationenhaus, VHS und viele andere sind komplett barrierefrei.

Welche Themenvielfalt es aber doch noch zu bearbeiten gilt, zeigte sich schon in den diversen Marktrats- und Bauausschuss-Sitzungen als auch in einem Lenkungsgruppen-Workshop der Sozialen Stadt, in dem Vertreter unterschiedlichster Bereiche mit Städteplanerin Ulrike Färber eine Reihe wesentlicher Grundlagen erarbeiteten. Sicherheitsaspekte insbesondere aus Sicht von Menschen mit Einschränkungen als auch von Kindern und Senioren wurden erörtert. Als Ziele beispielsweise Geschwindigkeitsreduktion, Parkleitsysteme, gehfreundliche Zonen benannt. Barrierefreiheit sei notwendig für viele, aber nützlich für alle, waren sich die Teilnehmer einig. Dabei soll auch die gesamte Marktplatz-“Möblierung“, wie Sitzgelegenheiten, Radständer oder Bepflanzung ein neues Gesicht bekommen.

Auch beim diesjährigen Tag der Städtebauförderung war das Thema „Mehr Komfort für den Marktplatz“ zentral. Anlässlich der Eröffnung des jüngsten städtebaulichen Großprojektes „Familien- und Bildungszentrum“ war Bürgermeister Herbert Blascheck und Projektteam Soziale Stadt-Mehrgenerationenhaus mit Bürgersprechstunde, Infostand und Ideenbaum vertreten. Hier war die gesamte Bürgerschaft eingeladen, Ideen einzubringen. „Ich bin absolut begeistert von der guten Resonanz und den vielen guten Gesprächen, die anlässlich des Aktionstages geführt werden konnten“ freute sich Blascheck. Radständer, beispielsweise vor der Postfiliale, vor allem aber auch deutlich mehr Sitzgelegenheiten wurden gewünscht, in und um den historischen Marktplatz, so auch als Verweil- und Ruhemöglichkeit bei den Brunnen, aber auch in den großen Lebensmittelmärkten. Sehr positive Rückmeldungen gab es auch zur  Arbeit der Verkehrsüberwachung, die auch  rücksichtslose Parker im Blick hat, die durch ihr Verhalten besonders Kinder und Senioren in Gefahr bringen.

Diese Bürgermeinungen waren ein wertvoller Baustein für die Erarbeitung unseres Gesamtkonzepts „Barrierefreier Marktplatz“, stellte Blascheck hoch erfreut fest. Zu verzeichnen war zudem eine deutliche Übereinstimmung mit den Ergebnissen des Lenkungsgruppen-Workshops.

„Wir haben das Vorhaben und die erfolgten ersten Schritte auch bereits mit hervorragender Resonanz in unseren Arbeitskreisen Einzelhandel und Gastronomie vorgestellt“, berichtet Soziale Stadt-Managerin Brigitte Kempny-Graf. Im nächsten Schritt werden im Herbst mit beiden auch vertiefende Themen-Workshops stattfinden, auch die Bürgerschaft wird in einer gesonderten Marktplatzveranstaltung Gelegenheit haben, sich intensiv einzubringen, kündigten Bürgermeister Blascheck und Team an.

Vorab können natürlich auch jederzeit im Büro Soziale Stadt noch Anregungen abgegeben werden, ebenso im Rahmen der Mehrgenerationenhaus-Aktionstage. Hier ist das Büro Soziale Stadt-MGH mit einem Info-Stand beim Auffahrtsmarkt am 30.5. von 14 bis 16 Uhr neben dem Hotspot der Geschichte im Kastnerhaus vertreten.
Infos: Büro Soziale Stadt, Hintere Marktstraße 20, 84085 Langquaid, Tel.: 09452 912-16, E-Mail: sozialestadt@langquaid.de

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