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Am Tag der Städtebauförderung, wurde das neue Langquaider Familien- und Bildungszentrum, das eine Kindertagesstätte mit Kinderkrippe und Kindergarten,eine Tagespflege für Senioren und die Volkshochschule beherbergt, durch die Pfarrer Wolfgang Schwarzfischer und Ulrich Fritsch gesegnet.

Neben der interessierten Bevölkerung stellten sich hochkarätige Gäste ein: die Staatssekräterin aus dem Bayerischen Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner, die CSU-Landtagabgeordnete Petra Högl, stellvertretende AWO-Bezirksvorsitzende und ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer, Landrat Martin Neumeyer sowie stellvertretend für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisvorsitzender und Bürgermeister von Kelheim, Horst Hartmann, und Geschäftsführerin Sandra von Hösslin. Die Moderatorin war Jeaninne Tieling, die musikalische Umrahmung der Feierlichkeit hatte eine Abordnung des Jugendchors inne.

Heimat und Zukunft für alle Generationen

Bürgermeister Herbert Blascheck leitete die Feierlichkeit ein und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. Der Neubau des Familien- und Bildungszentrums sei durchaus mutig gewesen. Es sei nicht nur etwas Neues geschaffen, sondern auch die Weichen für Weiterentwicklung und für eine gute Zukunft gestellt worden – getreu dem Anspruch, dass Langquaid Heimat und Zukunft für alle Generationen sein möchte. „Die Angebote im Zentrum bedeuten mehr Qualität in Betreuung, Bildung und soziales Miteinander von Jung und Alt“, sagte er. Doch innovative bauliche Gestaltung sei nicht alles, so Blascheck weiter. Das Wichtigste dabei seien die Menschen, die hier ihre Zeit verbringen. Angefangen von den Kindern der Kindertagesstätte, über die Senioren der Tagespflege bis hin zu den Nutzern der reichhaltigen und besonderen Bildungsangebote der Volkshochschule. Sein Dank galt der B+Z Projektbau, die als Bauträger dieses Gebäude nach den Wünschen und Vorstellungen der künftigen Nutzer geplant und errichtet habe. Aus den ursprünglichen Überlegungen, einen weiteren Kindergarten zu errichten sei in einem bemerkenswerten Miteinander dieses „Vorzeigeprojekt“ entstanden, in dem die Arbeiterwohlfahrt nun die Kindertagesstätte und die Senioren-Tagespflege betreibt. Des Weiteren dankte er für die große finanzielle Unterstützung des Bundes und des Freistaats. So werde der Bereich der Volkshochschule mit 90 Prozent aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, die Außenanlagen mit 60 Prozent aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ und die Kindertagesstätte mit Mitteln aus verschiedenen Investitionsförderprogrammen bezuschusst. Auch der Regierung von Niederbayern, die Langquaid bei der städtebaulichen Entwicklung herausragend begleite und unterstützte, galt sein großer Dank.Worte des Dankes hatte der Bürgermeister auch für das Team der Volkshochschule, allen voran für den Vhs-Leiter Bernd Schmargendorf sowie für die Markträte und für alle, die zum Gelingen des Familien- und Bildungszentrums beigetragen haben.

Ein Grußwort sprach auch Staatssekretärin Carolina Trautner, die betonte, dass das Gebäude einen Bogen zwischen der Früherziehung und der Seniorenebetreuung spanne. Mit den zwölf Krippen- und 25 Kindergartenplätzen gingen die Betreuungsplätze für Senioren einher. Die bayerische Bevölkerungsprognose, die beste in Deutschland, so die Staatssekretärin weiter, ergebe sich bekanntlich aus der aktiven Generationspolitik und der Förderung des Miteinanders.

Michael Büchl vom B+Z Projektbau blickte auf die Anfänge des Projektes zurück und seine Kontakte mit Bürgermeister Blascheck. Zuerst ging es um die Planung eines Kindergartens. Am zweiten Tag kam die Tagespflege für Senioren hinzu und am dritten Tag die Volkshochschule: „Also, kurz gesagt, ein Geschoss pro Tag“, meinte Büchl schmunzelnd. Horst Hartmann, Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, sah im Familien- und Bildungszentrum mit den drei Komponenten: Kinder – Senioren – Bildung eine „perfekte Lösung“. Als der Kämmerer davon erfahren habe, war seine Frage: „Wer soll das bezahlen?“, erzählte Herbert Blascheck. Doch auch hier fand sich ein passender Weg: aus dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ – hier habe Langquaid von dem fünf Millionen-Topf eine nach Langquaid geholt. So habe man etwas geschaffen, was kopiert werden könne, so Blascheck.

Vorzeige-Gemeinde im Landkreis Kelheim

In zwei Talkrunden unter dem Titeln „Vom örtlichen Bedarf zum niederbayerischen Vorzeigeobjekt“ und „Leben-Lernen-Lachen – Alle Generationen unter einem Dach“ wurde die einmalige Idee noch detailliert diskutiert. Landrat Martin Neumeyer meinte, Langquaid sei eine Vorzeige-Gemeinde im Landkreis und das Projekt habe Vorzeige-Charakter: Es beherberge die ganze Breite des Lebens. Mit der Schlüsselübergabe wurde die Feierlichkeit abgerundet, bevor die beiden Geistlichen die Räume segneten.

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