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Mit dem traditionellen Bieranstich hat Bürgermeister Herbert Blascheck gemeinsam mit den Festwirten den bayernweit einzigartigen Hellring eröffnet. Zu dem traditionelle Wallfahrerfest, das vor über 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde, werden vom 11. Oktober bis zum 15. Oktober im Langquaider Ortsteil Hellring wieder tausende Besucher erwartet. Er ist das traditionelle Pilgerfest zur Wallfahrtskirche der Heiligen Ottilia. Die ansässigen Höfe haben während dieser Zeit für fünf Tage ein seltenes Schankrecht, um die Besucher aus nah und fern zu bewirten. Mit diesem jahrhunderte alten Privileg kochen die „Hellring-Wirte“ auch zum Hellring 2018 wieder kräftig auf und bieten kulinarische bayeriche Schmankerl u.a. auch von selbstgezogenen Schweinen, Enten und Gänsen. Wer da einen Platz in den Bauernstuben ergattern will, muss gerade am Sonntag früh aufstehen. Im Nu sind nämlich die Stuben überfüllt und jeder Platz besetzt.

Am Hellring-Sonntag findet dann auch ein buntes Dulttreiben statt, bei dem zahlreiche Schausteller und Fieranten die Festwiese bevölkern werden. Die große Warendult bietet ein vielfältiges Angebot für Jung und Alt, der Vergnügungspark mit Fahrgeschäften wie Kinderkarussel, Bungeetrampolin, Los- und Schießstand, Süßigkeiten und vielem mehr rundet die Hellring-Dult ab.

Von Langquaid aus wird an den Hellring-Tagen auch wieder der „Hellringbus“ verkehren und für einen bequemen Shuttelservice zum und vom Hellring sorgen.

Zu Hellring finden in der Wallfahrtskirche auch besondere Gottesdienste statt: Freitag und Samstag um 18.00 Uhr, Sonntag um 9 Uhr und am Montag um 19 Uhr.

Hintergrund:

Der Hellring ist nicht nur ein Volksfest. Die Wallfahrt zu Hellring reicht gesichert bis ins Jahr 1267 zurück. Seit damals kamen die Gläubigen, um bei der heiligen Ottilia, der Schutzpatronin der Augenkrankheiten, Fürsprache zu erbitten und Erlösung vom Leiden zu erhoffen. Die Wallfahrer kamen in früheren Zeiten zu Fuß und deshalb ohne ausreichende Brotzeit, heißt es. So ist das Schankrecht in den Privathäusern im Gefolge der Wallfahrt entstanden. Zumindest zwei Wunder wurden von offizieller Kirchenseite bislang anerkannt: Im 17. Jahrhundert sollen ein blinder Wagnermeister und ein blinder Metzgergeselle durch die Fürsprache der heiligen Ottilia wieder ihr Augenlicht erhalten haben.

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