
Die beiden Marktgemeinderäte Schierling und Langquaid haben sich bei einer gemeinsamen Klausurtagung am 26. Januar darauf verständigt, dass es bis spätestens 30. April 2012 – möglichst im Konsens – zur Entscheidung darüber kommt, welches Konzept auf dem ehemaligen Muna-Gelände verwirklicht werden soll. Mit diesem Anbieter wird dann in Gespräche über einen städtebaulichen Vertrag eingetreten werden. Dieser Vertrag ist die wichtigste Grundlage für die künftige Nutzung und wird Rechte und Pflichten sowohl für den Anbieter als auch für die Gemeinden enthalten.
Parallel werden die allgemeinen Altlastenuntersuchungen auf dem Gesamtgelände von Amts wegen fortgeführt. Nach der Entscheidung über die künftige Nutzung können diese allgemeinen Untersuchungen durch spezielle vertiefende Untersuchungen in den künftig zur Nutzung vorgesehenen Bereichen ergänzt und gemeinsam mit den staatlichen Stellen ausgearbeitet werden. Beide Gemeinden werden darauf achten, dass für sie keine Haftungsrisiken wegen der Altlasten entstehen.
Bei der Klausurtagung ist klar geworden, dass eine von den Gemeinden im September letzten Jahres in Aussicht genommene Symbiose zwischen den Konzepten der Anbieter Ernst Aumer aus Brennberg und dem Forstgut Schorfheide aus Norddeutschland nicht zustande kommt.
Aumer setzt bei seinem Konzept den Schwerpunkt auf standortverträgliche gewerbliche Nutzung auf 20 bis 30 Hektar, auf den Ausbau als Forschungsstandort, die autarke Energieversorgung sowie auf einer Fläche von rund 120 Hektar auf „Wildpark-Wohnen“ als eine besondere Möglichkeit für sanften Tourismus in Zusammenhang mit Out- und Indoor-Freizeitaktivitäten.
Das Forstgut Schorfheide setzt auf einen Garten- und Landschaftspark, für den in einem ersten Schritt rund 25 Hektar benötigt würden sowie auf eine gewerbliche Entwicklung am Schierlinger Tor und auf Angebote für Freizeit und Naherholung. Mit der Hochschule Weihenstephan soll eine fachliche-wissenschaftliche Begleitung vereinbart werden.
Außerdem hatte Arno Dressler aus Obertraubling – als Späteinsteiger - die Chance, sein Konzept erstmals den beiden Gesamtgremien vorzustellen. Er setzt in erster Linie auf einen Musterhauspark mit dem Ziel von 50 bis 60 Musterhäusern, ein historisches „Keltendorf“, auf Badesee und Camping sowie auf Ausweisung gewerblicher Flächen, insbesondere für Spedition und Logistik, als Anker für die Sicherung der Wirtschaftlichkeit aller Vorhaben.