Zum Tag der Städtebauförderung machte Langquaid e-mobil und präsentierte sich mit Bürgerdialog und Aktions-Bauernmarkt

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Zum dritten Mal wurde bundesweit der Tag der Städtebauförderung gehalten. Der jährliche Aktionstag soll die Städtebauförderung als ein erfolgreiches Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung stärker in die Öffentlichkeit bringen und die Bürgerbeteiligung weiter intensivieren. Dieses erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen hat das Bild der Städte und Gemeinden in den vergangenen 40 Jahren entscheidend mitgeprägt.

Auch der Markt Langquaid, seit 2004 im Städtebauförderprogramm Soziale Stadt, präsentierte die mit Städtebaumitteln realisierten Erfolge und aktuelle Projekte. Zentrales Thema war heuer die E-Mobilität. Denn der Tag bot idealen Anlass, die kürzlich installierte E-Ladesäule nun offiziell der Öffentlichkeit zu übergeben. Bürgermeister Herbert Blascheck freute sich bei der Begrüßung sehr, dass Langquaid auch in Sachen dieser Zukunftstechnologie ganz vorne dabei ist - gemäß dem Markt-Motto „fit für die Zukunft“.

Bereits im Jahr 2013 habe man sich erste Gedanken dazu gemacht. Damals hat Umweltreferent Peter-Michael Schmalz die Überlegung verfolgt, auf einem Supermarktparkplatz eine E-Tankstelle zu errichten. Nachdem damals jedoch die Schnellladetechnik noch nicht so ausgereift und auch sehr teuer war, habe man diese Überlegung dann nicht sofort realisiert. Bei der Planung der Neugestaltung des Rathaus-Innenhofs war es für den Markt selbstverständlich, dort eine Lademöglichkeit für E-Autos und E-Bikes vorzusehen. Der Bürgermeister lobte auch das Engagement aller Fraktionen, die auch dieses Thema erfolgreich begleitet haben, so habe beispielsweise die SPD die E-Mobilität im vergangen Jahr als Jahresthema aufgegriffen. Jetzt freuen wir uns alle, dass die neue E-Tankstelle im Rathaus-Innenhof sogar mit qualifiziertem Ökostrom realisiert werden konnte. Wesentlicher Wegbegleiter war dabei Florian Best vom Tourismusverband Kelheim, der intensiv beratend zur Seite stand. Bei ihm bedankte sich Bürgermeister Blascheck ebenfalls für die großartige Unterstützung.

Die Sanierung und Erweiterung des Rathaus-Innenhofes war mit Städtebaufördermitteln erfolgt. Mit dem Innenhof bot sich ein idealer Standort für eine öffentliche E-Ladesäule, auch weil sie hier, wie alle Markt-Einrichtungen rein mit qualifiziertem Ökostrom gespeist werden kann. Der Markt Langquaid bezieht auf Initiative von Peter-Michael Schmalz seit 2014 als einzige Kommune des Landkreises nicht nur Standard-Ökostrom, sondern sogenannten qualifizierten Ökostrom. Tourismusverband-Projektleiter Florian Best stellte gleichermaßen die Einzigartigkeit der Langquaider E-Ladesäule heraus, sie sei die einzige Ladestation im öffentlichen Raum im Landkreis, an der man auch E-Autos kostenlos laden könne, lobte er. "Ein weiteres Qualitätsmerkmal für die E-Mobilität im Landkreis!" Auch für alle Radfahrer besteht Grund zur Freude. Im Rahmen des Projektes [r]auszeit würden gerade 1000 km Radwegenetz mit 16 Erlebnis-Touren in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsstufen neu beschildert. Durch Querspangen und die Fernradwege können die Touren beliebig variiert, verkürzt oder verlängert werden. Eine neue Radkarte und das Tourenportal laden außerdem zum Entdecken der Region auf zwei Rädern ein. Ein Super Angebot für Einheimische wie Touristen, so Best.

Über das Thema E-Mobilität informierte den ganzen Vormittag über der Netzbetreiber Bayernwerk. Kommunalbetreuer Stephan Leibl stand für die zahlreichen Fragen rund um Ladeinfrastruktur und E-Mobilität zur Verfügung und hatte außerdem ein Elektroauto sowie zwei E-Bikes dabei, womit die Elektromobilität für Interessierte praktisch erfahrbar wurde. Vielen Besuchern ermöglichte dies einen ersten Kontakt mit E-Fahrzeugen, für andere bot sich die Gelegenheit, tiefer in die Materie einzusteigen. Über die aktuellen Städtebau-Projekte konnten sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger natürlich ebenfalls informieren und dies direkt im Dialog mit Bürgermeister Herbert Blascheck. Der Gemeindechef stand den Vormittag über am Markt Langquaid-Info-Stand für Bürgerfragen zur Verfügung, informierte und nahm Wünsche und eine Reihe konkreter Anregungen entgegen. Sehr gefragt war das neue Familien- und Bildungszentrum, aber auch zahlreiche Fragen zu den vielfältigen bestehenden Einrichtungen, oder anstehenden Veranstaltungen beantworteten Bürgermeister und das Team Soziale Stadt und Mehrgenerationenhaus.

Viele Gäste des Aktionstages nutzten den Besuch gleich zum Wochenend-Einkauf. Denn zu all der gebotenen Information konnte man sich an diesem Morgen beim Bauernmarkt mit frischen und feinen Lebensmitteln aus der Region versorgen. Die Anbieter des traditionellen Langquaider Bauernmarkes waren mit einem Aktions-Markt vor Ort und hielten zum bewährten Stammangebot an Lebensmitteln aus heimischer Erzeugung, Reformkost, Kränzen und Gestecken, Handarbeiten, Saisonalem wie Spargel und Erdbeeren auch ganz besondere Angebote bereit.

Am Nachmittag warteten die Schulen der Verwaltungsgemeinschaft Langquaid mit spektakulären Abschluss-Shows ihrer Projektwoche „Circus ZappZarap – Kannst du nicht war gestern“ auf. Der Tag dokumentierte einmal mehr Lebendigkeit,Buntheit und Moderne des historischen Wittelsbacher Marktes.

Info
- An der öffentlichen E-Ladesäule in Langquaid können 2 E-Bikes und ein E-Auto gleichzeitig aufgeladen werden. Die Lademöglichkeiten derzeit: 1 x Auto Schnellladung mit 20 A (Die maximal möglichen 32 Ampere wurden bewusst noch nicht eingerichtet, da dies für viele E-Autos noch nicht nutzbar ist) 2 x Fahrrad mit je 16 Ampere Ladestromstärke 1 x normale 230V-Steckdose -

- Fahrräder können ohne Mitbringen eigener Ladegeräte wettersicher aufgeladen werden. Der Akku bleibt während des gesamten Ladevorganges sicher und versperrt am Fahrrad. Die notwendigen Adapterkabel wurden ebenfalls vom Markt beschafft und können im Gasthof Huberbräu für die Ladezeit ausgeliehen werden.

- Beim qualifizierten Ökostrom wird gezielt Ökostrom aus ganz neuen Anlagen (z. B. Baujahr 2015 oder 2016) gekauft, die speziell für das Voranbringen der Energiewende errichtet werden. Es kann dabei nur soviel qualifizierter Ökostrom angeboten und verkauft werden, wie diese top-modernen Anlagen tatsächlich selbst produzieren. Ein Zertikate-Zukauf findet nicht statt.

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