Großer Empfang für Langquaids Feuerwehren

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„Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit. Und solange es noch Leute gibt, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein, ist es um diese Welt nicht allzu schlimm bestellt.“ Mit diesen Worten von Altbundespräsident Theodor Heuss begrüßte Bürgermeister Herbert Blascheck die zahlreichen Gäste des Feuerwehrempfangs des Marktes Langquaid im Burgmayer-Stadel. Anstelle eines klassischen Neujahrsempfangs stellt der Markt Langquaid mit themenbezogenen Empfängen das besondere Engagement in den vielfältigen Bereichen, die eine lebendige Gemeinschaft prägen, heraus. In diesem Jahr stand das Engagement der Feuerwehren im Mittelpunkt. Dabei galt es den  Feuerwehrleuten des Marktes und der Ortsteile für ihren enormen Einsatz, insbesondere auch beim Starkregenereignis des letzten Jahres zu danken. Blascheck freute sich, über 150 Feuerwehrmänner und -Frauen, Markträtinnen und -räte sowie den Kreisbrandrat des Landkreises Kelheim Nikolaus Höfler, Kreisbrandinspektor Helmut Dötzel, Kreisbrandmeister Rudi Pritsch, als auch die Führungskräfte der Feuerwehren Adlhausen, Langquaid, Leitenhausen, Niederleierndorf, Oberleierndorf, Paring und Schneidhart begrüßen zu können. Begonnen wurde mit einem Sektempfang während dessen auch Bilder und Videos von Einsätzen des letzten Jahres gezeigt wurden.

Der  ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker habe die Freiwilligen Feuerwehren einmal als die „früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative" bezeichnet, so Bürgermeister Blascheck. Besser könne man das Engagement nicht beschreiben. Die freiwilligen Feuerwehren seien ein unverzichtbarer Teil des Rettungswesens. „Ohne euch liebe Feuerwehrkameraden, die ihr oft einen großen Teil eurer Freizeit opfert, mit Herzblut bei der Sache seid und in den Einsätzen oftmals auch eure Gesundheit aufs Spiel setzt, wäre unser Markt, wäre unser ganzes bürgerliches Zusammenleben ein deutliches Stück ärmer.“dankte Bürgermeister Blascheck für das Engagement und ging dabei auch auf die enorm gestiegenen Anforderungen ein. „Das Feuer abzuwehren ist mittlerweile zu einer Aufgabe von eher untergeordneter Bedeutung geworden. Technische Hilfeleistungen, Maßnahmen bei Unfällen, aber auch der Einsatz bei Not- und Katastrophenfällen sind stattdessen immer häufiger gefragt“, so das Gemeindeoberhaupt weiter. „Freiwillig sind bei der freiwilligen Feuerwehr nur Eintritt und Austritt. Dazwischen liegen Pflichten: pausenlos unbezahlt rufbereit zu sein und im Notfall wirklich alles stehen und liegen zu lassen, um anderen zu helfen“.

Kreisbrandrat Nikolas Höfler lobte dankend das Engagement der Feuerwehren und stellte heraus, dass das bayerische System mit Freiwilligen Feuerwehren die größte Sicherheit für die Bevölkerung bietet. Dabei sei Freiwilligkeit nicht als Selbstverständlichkeit gegeben. Ein Blick in andere Länder beispielsweise nach Griechenland zeigt, dass dort das Rettungssystem völlig anders mit hauptamtlichen Mitarbeitern organisiert ist. Dies habe zur Folge, dass das System nicht finanzierbar ist und damit große Nachteile bei den Hilfsfristen entsteht. Deshalb sei dieses herausragende Engagement unseren Feuerwehren hoch anzurechnen. 

Bürgermeister Blascheck und Kreisbrandrat Höfler übergaben anschließend die Fluthelferabzeichen des Freistaats Bayern an die Kommandanten der Ortsfeuerwehren, die diese dann den einzelnen Feuerwehrlern überreichten. Bürgermeister Herbert Blascheck dankte bei der Übergabe der Fluthelferabzeichen nochmals allen Einsatzkräften sehr herzlich für die Bewältigung der  Unwetterkatastrophe am 29. Mai 2016, die über die südlichen Gemeindeteile des Marktes hereingebrochen ist. „Es war sehr beeindruckend, wie die Feuerwehrler bis an die Grenzen ihrer eigenen körperlichen Kräfte gekämpft haben, um den Betroffenen zu helfen und noch größeren Schaden abzuwenden“.

Stützpunktfeuerwehrkommandant Rainer Wocheslander ließ diesen Großeinsatz, an dem 22 Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis in Langquaid beteiligt waren, nochmals Revue passieren. Er stellte die hervorragende Zusammenarbeit und das Engagement aller Ortsfeuerwehren heraus, das gezeigt habe, wie leistungsstark man gemeinsam ist und wie man solche Einsätze bewältigen könne. Auch er dankte allen Einsatzkräften. Musikalisch umrahmt wurde der Feuerwehrempfang, der nach dem offiziellen Teil mit einem gemütlichen Beisammensein ausklang, durch die Kolping-Bläser unter Leitung von Alfons Pernpeintner.


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