Die Weichen für einen M-Zug „9+2“ an der Mittelschule wurden gestellt

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Der Weg für eine „9+2“-Klasse an der Langquaider Mittelschule ist durch die vorbehaltlose Rückendeckung der Markträte in deren jüngster Sitzung geebnet worden. Sollten für das nächste Schuljahr ausreichend Anmeldungen vorliegen, wird in Langquaid ein M-Zug „9+2“ zum Erreichen der Mittleren Reife gebildet. Aktuell bietet die Mittelschule Saal dieses Modell, das Schüler nach dem Quali über zwei weitere Schuljahre hinweg für die Mittlere Reife vorbereitet, als einzige Schule innerhalb des Schulverbundes Nord.

Verbundkoordinator Heiner Bruckmüller und Langquaids Rektorin Claudia Müller erläuterten in der Marktratssitzung die Vorteile und Möglichkeiten des „9+2“-Modells an der Langquaider Mittelschule. Laut Schulverbundkoordinator Bruckmeier sind 32 Schüler nötig, um die bisherige „9+2“-Klasse in Saal um eine weitere Klasse in Langquaid zu ergänzen. Die Aussichten auf das Erreichen der Mindestschülerzahl stünden günstig. „Langquaid ist ein sehr guter Standort mit entsprechend geeigneten Strukturen“, meinte Bruckmüller

Auch für die Schüler würden die Vorteile mit einer wohnortnahen Ausbildung bei hoher Qualität auf der Hand liegen. Da Langquaid ein starker Wirtschaftsstandort sei, würden Betriebe und Schüler gleichermaßen von der Ausbildung vor Ort profitieren. Zum Schulverbund Nord führte Bruckmüller aus, dass sich dieser seit Bestehen 2010 durch gute Zusammenarbeit der Mittelschulen Bad Abbach, Ihrlerstein, Kelheim, Riedenburg, Saal und Langquaid auszeichne. Trotz rückgängiger Schülerzahlen konnten in allen Jahrgangsstufen Klassen gebildet werden. Langquaid pflegt zudem seit 2008 eine Kooperation mit der Placidus-Heinrich-Schule in Schierling.

Wie Rektorin Claudia Müller erklärte, stehen die örtlichen Unternehmer und die Mittelschule in engem Kontakt zueinander. Der rege Gedankenaustausch soll für die sich im permanenten Wechsel befindenden Anforderungen von Schule und Berufsleben sensibilisieren. So wird als zusätzlicher Baustein ein freiwilliges Angebot „Englisch für Wirtschaft und Technik“ mit externen Referenten eingerichtet, dass sich an den für Industrie- und mittelständischen Betrieben erforderlichen Wortschatz orientiert.

„Zur Vorbereitung auf die Mittlere Reife werden ebenfalls ab dem kommenden Schuljahr Vorbereitungskurse in den Jahrgangsstufen sieben bis neun in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch eingerichtet“, so Rektorin Müller, die auch auf die seit Beginn des Schuljahres erfolgreich praktizierte Kooperation mit dem BBW Abensberg zur Berufsorientierung ab der fünften Jahrgangsstufe hinwies. Im nächsten Schuljahr wird die Berufsorientierung mit den „18-Stunden-Schnupperpraktika“ in der sechsten Jahrgangsstufe ausgebaut. Diese Maßnahmen seien als „Bereicherung und Stärkung unseres Mittelschulprofils“ anzusehen. Dazu gehöre auch die ständig aktualisierte digitale Ausstattung zur Anbahnung der Medienkompetenz.

Die Gremiumsmitglieder sicherten einstimmig die finanzielle Unterstützung der Marktgemeinde für das „9+2“-Modell zu. Gemäß Beschluss unterstützt der Markt Langquaid „die Weiterentwicklung der Mittelschule Langquaid aktiv. Dabei übernimmt der Markt die finanzielle Förderung von Angeboten und Maßnahmen, die von staatlicher Seite nicht oder nicht ausreichend finanziert werden.“

Bürgermeister Herbert Blascheck ist überzeugt, dass die Folgen neue Perspektiven ermöglichen: „Mit diesen zusätzlichen attraktiven Angeboten und Maßnahmen soll der Mittelschulstandort Langquaid gestärkt und den Schülern aus der Region neue, wohnortnahe und interessante Möglichkeiten geboten werden“, so Blascheck. „Wir unternehmen alles in unserer Macht stehende, um die Mittelschule attraktiv und interessant zu machen. Als Sachaufwandsträger investieren wir auch gerne in diese aus unserer Sicht sehr wichtige Schulart. Wir nutzen den, wenn auch kleinen, Handlungsspielraum, der uns im Schulbereich zur Verfügung steht, um auch Schule vor Ort lebendig zu halten und zu gestalten. Dazu möchte ich auch alle Eltern einladen, sich daran aktiv zu beteiligen.“

Text: Alexander Roloff




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