Paring liegt im Nordosten von Langquaid; schon um ca. 800 n. Chr. wurde dort das Augustiner-Chorherrenkloster St. Michael errichtet. Die Gebäude, die wir heute auf dem Klosterberg sehen, sind nur noch die Überbleibsel einer einst weitläufigen Klosteranlage, die sich um die Kirche St. Michael gruppierte. Die erste Kirche wurde 1139-1141 im romanischen Stil erbaut. Schon nach der Brandschatzung durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg wurde beim Wiederaufbau der Südturm nicht mehr errichtet; von der dreischiffigen Pfeilerbasilika blieb beim Umbau (1764-1769) nur das Mittelschiff erhalten, damals erhielt die Kirche auch ihre Rokokoausschmückung. Nach der Säkularisation (1852) wurden bis auf den Westtrakt alle Stiftsgebäude abgebrochen. Das Südportal aus dem 13. Jhdt. blieb aus der romanischen Zeit ebenso erhalten, wie die Vorhalle mit ihren Fresken, heute als Kapitelsaal genutzt. Das Kircheninnere mit den großen Baßgeigenfenstern zeigt eine eindrucksvolle Rokokodekoration, auch der Hochaltar mit der Figur des hl. Michael ist reich verziert. Interessant ist ebenfalls die an den Chorraum angrenzende Sebastianskapelle mit reichem Stuck.
Das Kloster hat eine wechselvolle Geschichte: Das Kloster, ein Augustiner-Chorherrenstift wurde spätestens 1141 gegründet und bestand rund 400 Jahre. In den Wirren der Reformation ging es vorübergehend unter, 1598 wurde das verödete Stift an das Kloster Andechs zur Verwaltung übergegeben und schließlich 1803 im Zuge der Säkularisation aufgehoben. 1974 erfolgte die Neubesiedelung durch die Augustiner-Chorherren.
Das eigentliche Dorf liegt unter dem Klosterberg mit zahlreichen Bauernhöfen.
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