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Mit großem Elan und einer breiten Themenpalette sind die neun Kommunen der ILE Donau-Laber ins Jahr 2018 gestartet. Das brandneue Logo der ILE wurde vorgestellt, die Homepage freigeschaltet, über die Ergebnisse der Vereinsbefragung diskutiert, Aspekte der Bauhof- und Beschaffungskooperation wurden vertieft und Maßnahmen zur Ortsentwicklung besprochen.

Seit letztem Jahr arbeiten Bad Abbach, Hausen, Herrngiersdorf, Kirchdorf, Langquaid, Rohr, Saal a.d. Donau, Teugn und Wildenberg an interkommunalen Projekten zur Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes zwischen Donau und Laber entlang der A 93.

Herbert Blascheck, 1. Bürgermeister Markt Langquaid und Sprecher der Gruppe, hatte seine Kollegin und Kollegen zusammen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung und den begleitenden Planungsbüros eingeladen, um das Jahresprogramm 2018 abzustimmen. Zugleich konnte eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt und besprochen werden, die schon erfolgreich in Umsetzung sind. Nicht zuletzt um diese Themen sowie die weiteren Ziele, Aktivitäten und Daten zur ILE Donau-Laber zu kommunizieren, schalteten die Bürgermeister die Homepage www.Ile-Donau-Laber.de frei. Hier sind ab sofort umfassende und fortlaufend aktualisierte Informationen verfügbar. Weitere Social Media-Kanäle sollen folgen. Wiedererkennbar wird die ILE zusätzlich zum Namen über das Logo, das das Netzwerk der 9 Kommunen und den Namen Donau-Laber visualisiert.

Zu berichten und nachzulesen gibt es in der Tat viel. So steht die Ausarbeitung des gemeinsamen Konzepts für ein „Ländliches Kernwegenetz“, das den bedarfsgerechten Ausbau der öffentlichen Feld- und Waldwege sowie der wichtigsten Gemeindeverbindungsstraßen, zur Aufnahme des landwirtschaftlichen Schwerlastverkehrs zum Ziel hat, kurz vor der Fertigstellung. Dieses Konzept, das die BBV LandSiedlung, das Dienstleistungsunternehmen des Bayerischen Bauernverbandes in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort, wie etwa den Jagdgenossenschaften erarbeitet, stellt die Grundlage für den Ausbau der Wegeverbindungen dar. Es wird u.a. die abgestimmte Festlegung der Kernwege, deren einfache bautechnische Erfassung sowie eine zeitliche Umsetzungsempfehlung beinhalten. Vor einem Ausbau muss dann für jeden Weg eine Detailplanung stattfinden. Durch die Aufnahme in das Konzept wird eine spätere Förderung durch Zuschüsse sichergestellt. Sobald die Konzepterstellung abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse den Vertretern der ILE-Gemeinden, den Jagdgenossenschaften und den BBV-Ortsobmännern in einer gemeinsamen Lenkungsgruppensitzung vorgestellt.

Im Bereich der Bauhöfe läuft eine Bestandsaufnahme zu Optionen künftiger interkommunaler Kooperationen. Ziel ist es, die immer vielfältiger werdenden Aufgaben mit modernen Strukturen und Ausrüstungen zu erfüllen und den Bürgern weiterhin zuverlässig und kostenbewusst Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Mit Blick auf die aktuelle Wiederentdeckung des Begriffs Heimat und die Bedeutung von sozialen und ehrenamtlichen Aktivitäten für die Lebensqualität einer Region hat die ILE eine Vereinsbefragung gestartet, deren erste Ergebnisse vorgestellt und beraten wurden. Beachtliche 140 Fragebogen wurden zurückgesandt. Prinzipiell ist das Vereinsleben in der Region vielfältig und in stabilen Verhältnissen. Es zeichnen sich aber Aufgaben ab, die interkommunales Lösungspotenzial haben. Beispiele sind hier die Abstimmung eines Veranstaltungskalenders, die Unterstützung der Funktionsträger oder der Umgang mit bürokratischen Anforderungen.

Zentraler Aktionsbereich der ILE Donau-Laber ist auch die attraktive Gestaltung gerade der Ortsmitten als Wohn- und Versorgungsbereiche. Auch das Thema Wohnraum für die unterschiedlichen Bedürfnisse steht hiermit in Zusammenhang. In der ILE werden dazu derzeit von den Büros PLANWERK und Dr. Fruhmann & Partner ein Vitalitätscheck und ein Flächenmanagement bearbeitet. Im Laufe des Jahres steht dazu auch eine Befragung von ausgewählten Immobilieneigentümern an. Im Ergebnis geht es um ein stabiles Versorgungsnetz in der Region für alltäglichen Bedarf, die Vermeidung von Gebäudeleerständen und die Aktivierung von Bauflächen als Beitrag gegen den aktuell viel diskutierten „Flächenfraß“.

Diese vielfältigen Aktivitäten der ILE werden im Laufe des Jahres in ein Strategiepapier mit Maßnahmenplan überführt, das noch viele weitere Entwicklungsaspekte beinhalten wird. Diese Strategie wird wesentliche Grundlage sein, die Zukunft der Region aktiv und zielgerichtet in interkommunaler Kooperation zu gestalten. Zugleich wird das Papier entscheidende Grundlage zur Werbung um Fördermittel sein.

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